Treffpunkt Leipzig

  • „Zum Arabischen Coffe Baum“ zählt zu den ältesten europäischen Kaffeehäusern.„Zum Arabischen Coffe Baum“ zählt zu den ältesten europäischen Kaffeehäusern.
  • Der Marktplatz ist das Herz der Stadt.Der Marktplatz ist das Herz der Stadt.
  • Stadt der Kontraste: Hinter dem Alten Rathaus zeigt sich das City-Hochhaus.Stadt der Kontraste: Hinter dem Alten Rathaus zeigt sich das City-Hochhaus.
  • Die Thomaskirche war der „Arbeitsplatz“ von Johann Sebastian Bach.Die Thomaskirche war der „Arbeitsplatz“ von Johann Sebastian Bach.

Leipzig, eine lebendige Stadt

Die meisten Gäste, die Leipzig heute besuchen, sind begeistert von der Lebendigkeit der Stadt. Nicht umsonst gilt Leipzig als die Boomtown des Ostens. Die dicht bebaute historische Innenstadt spiegelt die reiche Geschichte der alten Messe- und Handelsstadt wider. Viele Passagen und Geschäfte laden zum Bummeln ein. In den Cafés und Kneipen lässt es sich anschließend wunderbar entspannen.

Ort bei den Linden

Leipzig wurde von slawischen Siedlern zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert als „Lipzk“ begründet. Der Name bedeutet „Ort bei den Linden.“ Um 1165 erhält Leipzig den Stadtbrief und gleichzeitig das Marktrecht. Die älteste Stadtkirche ist die Nikolaikirche, die 1175 geweiht wird. Wenige Jahre darauf folgt die Weihe der Thomaskirche (1212).

Handelsplatz von europäischem Rang

In besonderer Weise profitiert Leipzig von der Gründung der Universität (1409) und von der Verleihung des kaiserlichen Messeprivilegs (1497). In der Folge wird die Stadt zu einem Handelsplatz von europäischem Rang. Die damit verbundene Weltoffenheit und das reiche geistige Leben lassen ein selbstbewusstes Bürgertum entstehen.

Schon früh entwickelt sich der Buchdruck. Verlage lassen sich nieder und machen Leipzig neben Frankfurt über Jahrhunderte zum bedeutendsten deutschen Buchhandelsplatz. Viele bedeutende Persönlichkeiten, u.a. Tycho Brahe, Robert Schumann, Goethe und Leibnitz studierten in Leipzig.

Die Stadt wächst über sich hinaus

Einen besonderen Aufschwung erfuhr die Stadt ab 1871 durch die Gründerzeit. Die Industrialisierung erfordert viele Arbeitskräfte. Aus den ehemaligen Vororten werden in wenigen Jahren dicht bebaute Stadtteile. Die Bevölkerungszahl steigt sprunghaft an (von 100.000 Einwohnern um 1864 auf 650.000 im Jahr 1914). Die prächtige gründerzeitliche Bebauung prägt noch heute große Teile des Stadtgebietes. In ihrer Dichte und Unversehrtheit sind die Gründerzeitquartiere für manche die wichtigste Leipziger Sehenswürdigkeit.

Leipziger Selbstbewusstsein

Im Jahr 1989 zeigt sich einmal mehr das Selbstbewusstsein des Leipziger Bürgertums. Ausgehend von den Friedensgebeten in der Nikolaikirche formiert sich Widerstand gegen die Staatsmacht der DDR. Bald ziehen bei den Leipziger Montagsdemonstrationen hunderttausende Menschen um den Innenstadtring. Sie sind der Auslöser für die friedliche Revolution und die anschließende deutsche Wiedervereinigung.

Die neue Gründerzeit

In den Jahren seit 1990 macht Leipzig vor allem als Boomtown von sich Reden. Ähnlich der Gründerzeit verändert sich innerhalb weniger Jahre das Gesicht der Stadt. Besonders gut ist das in der kaum 1 mal 1 Kilometer großen Innenstadt zu beobachten. Restaurierte Handelshäuser aller Epochen wechseln sich ab mit edlen Passagen und modernen Einkaufspalästen.

Leipzig heute

Heute ist Leipzig eine moderne Großstadt mit einem überaus reichhaltigen Kulturangebot, mit besten Einkaufsmöglichkeiten und großem Freizeitwert. Die Geschichte der Stadt ist ebenso zu erleben wie die pulsierende Metropole. Zunehmend versteht sich Leipzig wieder als Handels- und Verkehrskreuz. Ausdruck dafür ist das neue Messegelände, der Ausbau des Flughafens, die Sanierung des riesigen Hauptbahnhofs und der Bau neuer Verkehrswege. Die jüngsten Ansiedlungen großer Wirtschaftsunternehmen wecken Hoffnung, dass Leipzig auch wirtschaftlich bald an alte Zeiten anknüpfen kann.